Marktstudie Immobilien Mallorca 2020 – Preisschere geht weiter auf

Seit fünf Jahren lässt das Maklerunternehmen Porta Mallorquina Real Estate den Ferienimmobilienmarkt auf Mallorca untersuchen. Ausführendes Institut war auch 2020 wieder das STI Center for Real Estate Studies (CRES) aus Freiburg.

Die wichtigsten Ergebnisse der 6. Marktstudie Ferienimmobilienmarkt Mallorca haben wir hier für Sie zusammengefasst. Am Ende des Artikels können Sie die komplette Studie kostenfrei downloaden.

Angebot Immobilienmarkt Mallorca 2020

Rund 4.600 Ferienimmobilien auf Mallorca gab es Anfang des Jahres im Angebot. Damit ging die Anzahl der zum Verkauf stehenden Häuser und Wohnungen auf der beliebten Insel im Vergleich zum Vorjahr um 6 % leicht zurück.

Die regionale Verteil blieb relativ konstant, jede dritte Immobilie steht im Südwesten, die restlichen verteilen sich gleichmäßig über die gesamte Insel. Einzig das Angebot im Umland von Palma ging im Vergleich zum Vorjahr von 13% auf 6% deutlich zurück.

2020 ging das Angebot an Ferienimmobilien leicht zurück, stärkste Region bleibt der Südwesten.

Luxuriöse Ausstattung bestimmt den Markt

Bei Ferienimmobilien  ist Mallorca vor allem von Immobilien der gehobenen beziehungsweise luxuriösen Objektklasse geprägt, jedes sechste Angebot konnten die Marktforscher der Kategorie „gehoben“ oder „luxuriös“ zuordnen. Nur rund 18% der Objekte waren eher einfach ausgestattet.

Die Quadratmeterpreise für Luxusimmobilien lagen im Durchschnitt über 9.500 Euro pro Quadratmeter. In der Regel sind diese Objekte ebenfalls durch einen überdurchschnittlich großen Pool und Top-Meerblick gekennzeichnet und haben als häufigste Objektklasse einen Jacuzzi.

Die folgende Abbildung zur regionalen Verteilung des Angebots nach Standard zeigt, dass es wie in den Vorjahren große regionale Unterschiede gibt. Im Südwesten (32%), Palma (21%) und Palma Umland (18%) ist das Angebot an Luxusimmobilien überdurchschnittlich hoch. In diesen Regionen machen Objekte der gehobenen Kategorie ebenfalls den Großteil des Angebots aus.

Ferienimmobilien auf Mallorca sind durch einen hohen Standard geprägt. Knapp die Hälfte des Immobilienangebots sind luxuriös oder gehoben ausgestattet.

Im Norden, Nordwesten und Süden sind ein Großteil der Objekte eher mittlerer oder einfacher Ausstattung. Im Inselzentrum überwiegen sogar die einfacheren Objekte, gefolgt von der mittleren Ausstattung. Luxusobjekte hingegen sind in den vorgenannten Regionen vergleichsweise selten anzutreffen.

Preisspiegel 2020

Nach Jahren teilweise deutlicher Preissteigerungen hat sich der Angebotsmarkt 2020 etwas beruhigt, in den meisten Regionen halten sich die Preise mehr oder weniger auf Vorjahresniveau. Der Durchschnittspreis Anfang des Jahres lag mit 5.324 Euro pro Quadratmeter knapp unter dem Vorjahreswert.

Nur in Palma Umland und im Süden gab es größere Schwankungen, die dort festgestellten Preisrückgänge sind aber weniger auf einen Preisverfall in diesen Regionen zurückzuführen, als vielmehr auf eine Änderung der Angebotsstruktur, wie Studienleiter Prof. Dr. Marco Wölfle erklärt:

„Das Angebot an Luxusimmobilien im Umland Palma und der Region Süd hat sich von 2019 auf 2020 überproportional verringert, was sich direkt auf das durchschnittliche Preisniveau auswirkt.“

Und tatsächlich ist 2020 eine deutliche Ausweitung der Preisspannen festzustellen. Bei vergleichsweise einfach ausgestatteten Immobilien gingen die Durchschnittspreise zurück, Luxusimmobilien sind im Vergleich zum Vorjahr im Preis angestiegen.

Inselweit reicht die durchschnittliche Bandbreite mittlerweile von rund 3.800 Euro für eher einfach ausgestattete Immobilien bis zu knapp 6.900 Euro pro Quadratmeter für gehobene Ausstattung. Für Luxusimmobilien stellten die Marktforscher durchschnittliche Quadratmeterpreise von über 9.500 Euro fest, was einer Preissteigerung von 22% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Ferienimmobilienmarkt 2020 präsentiert sich preislich relativ stabil. Nur im Süden und Palma Umland wirken sich die höhen Anteile eher einfach ausgestatteter Objekte auf das regionale Preisniveau aus.

Porta Mallorquina Real Estate Managing Director Timo Weibel kann aus dem Makleralltag den Trend zu Luxus bestätigen:

„Viele Kunden wollen ein „ready-to-go“-Paket: Kaufen, Schlüssel, fertig. Die Ansprüche an die Ausstattung sind gestiegen, dafür sind Käufer auch bereit, höhere Preise zu bezahlen.“

Günstigste Region bleibt weiterhin das Inselzentrum mit rund 3.200 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von der Region Süd, die nach einem Preissprung in den letzten Jahren 2020 im Durchschnitt wieder deutlich unter 4.000 Euro pro Quadratmeter liegt.

Die drei Nordregionen blieben relativ konstant und zeigen auch ein ähnliches Preisniveau. In der Hauptstadt Palma scheint die Zeit der großen Preissprünge vorbei zu sein. Nach deutlichen Steigerungsraten in den letzten Jahren stiegen die Quadratmeterpreise 2020 lediglich um zwei Prozent auf nunmehr knapp 6.300 Euro.

Teuerste Region bleibt nach wie vor der Südwesten, dessen Durchschnittspreise sich bei rund 7.300 Euro pro Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten haben.

Immobilienpreise seit 2015 um ein Drittel gestiegen

Im Vergleich zu 2015 stellten die Marktforscher für Mallorca Immobilien eine absolute Preissteigerung von rund 31 Prozent fest, was einer jährlichen Steigerungsrate von 5,6% Prozent entspricht.

„Ein gesundes Wachstum, das sogar noch unter dem Niveau in Deutschland liegt.“

, stellt Prof. Wölfle fest. Der Marktexperte sieht auf Mallorca keinerlei Anzeichen für eine Blasenentwicklung.

Allerdings konnten von der positiven Wertentwicklung nicht alle Regionen gleich profitieren. In den letzten fünf Jahren stiegen die Preise im Südwesten und Palma um rund 44 Prozent, gefolgt von Palma Umland und dem Süden, hier sind die Quadratmeterpreise seit 2015 um gut ein Viertel gestiegen.

Der Norden und der Nordosten liegen bei rund 20% Preissteigerung, im Südosten wurden seit 2015 rund 12% Preissteigerung verzeichnet. Am wenigsten Bewegung bei den Preisen gab in den Regionen Nordwest (+ 2,7 Prozent) und im Inselzentrum, hier gingen die Preise im Vergleich zu 2015 sogar um 0,3 Prozent zurück.

Für Timo Weibel ein Zeichen, dass die Preise sich auf einem stabilen Niveau befinden:

„Vermögenssicherung ist ein wichtiges Thema für unsere Kunden. Die historische Preisentwicklung zeigt, dass Mallorca in allen Regionen eine sichere Kapitalanlage ist.“

Meerblick höchster Preistreiber

In Spanien herrscht europaweit das strengste Küstenschutzgesetz, weshalb auch Mallorca trotz seiner Insellage über wesentlich weniger Immobilien direkt am Meer verfügt, als man dies annehmen könnte.

Schon allein der Blick aufs Mittelmeer erhöht den Wert einer Immobilie im Durchschnitt um 19 Prozent. Liegt sie dann auch noch in erster Linie, liegt der Aufschlag im Durchschnitt bei über 75 Prozent. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahr die direkte Strandlage nochmals deutlich verteuert.

Das knappe Angebot lässt die Preise in der ersten Meereslinie weiter ansteigen.

Luxus bei Neubau

Die Preisschere zwischen Bestandsimmobilien und Neubauten geht noch weiter auf. Betrug der durchschnittliche Aufschlag für Neubau im Vorjahr noch rund ein Drittel, so liegt er 2020 mittlerweile bei knapp 40 Prozent.

Die Quadratmeterpreise für Neubauten liegen auch in vergleichsweise günstigen Regionen wie Inselmitte oder dem Süden, gut über 4.000 Euro, im Südwesten und Palma weit über 8.000 Euro.

Der Aufschlag für Neubauten betrug 2020 rund 40 Prozent.

Gut jede zehnte Ferienimmobilie im Portfolio der großen Makler auf Mallorca ist ein Neubau. Der Angebotsschwerpunkt liegt im Südwesten mit 37 Prozent, gefolgt von Palma Stadt mit 16 Prozent und dem Süden mit 10 Prozent.

Prognose weiter positiv

Betrachtet man die Wertentwicklung seit 2015, so geht das Center for Real Estate Studies davon aus, dass die Preise auch in Zukunft nicht fallen werden, sondern unter gleichen Marktbedingungen weiter um rund 6 Prozent im Jahr steigen werden.

Das Center for Real Estate Studies geht für Mallorca weiterhin von einer positven Wertentwicklung aus.

Auch die Tatsache, dass die Durchschnittspreise in sieben von neun Regionen stagnieren, bzw. im Palma Umland und Süden sogar rückläufig waren, wird nach Meinung der Marktforscher nichts Grundlegendes ändern, denn die hochwertigere Ausstattung vor allem im Neubaubereich werde dies kompensieren.

„Für Neubauobjekte werden weiter hohe Preisaufschläge gezahlt. In den drei teuersten Regionen Südwest, Palma Stadt und Umland werden über 90 Prozent der Neubauprojekte in gehobener oder luxuriöser Ausstattung gebaut.“, heißt es in der Studie.

Auch auf Mallorca gelten Top-Lagen als sicherste Investition.

Das größte Wertsteigerungspotenzial unter den Regionen hat nach Ansicht der Marktforscher das Umland von Palma. Hier sehen Prof. Wölfle und sein Team Steigerungspotenziale von bis zu über 10%.

Aber auch im Südwesten und in Palma Stadt ist ihrer Ansicht nach noch nicht das finale Preisniveau erreicht. Der Süden lockt mit attraktiven Einstiegspreisen und ebenfalls hohem Steigerungspotenzial, allerdings gilt das nur für die Küstenlagen. Im Landesinneren gehen Experten eher von einer Stabilisierung der Preise aus.

Infografik Mallorca Immobilien 2020

Infografik Mallorca Immobilien 2020
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Marktstudie zum Download

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